Sfakia

Zu Stein gewordener Himmel
Die Lefka Ori hochgereckt
Ist das Land der Sfakioten
Im Winter weiß bedeckt

An schmalen Ziegenpfaden
Wächst wild des Thymians Duft
Kein Weg führt zu den Dörfern
Zu tief der Felsen Kluft

Hier wohnt der Freiheit Seele
In prächtig schwarzer Tracht
Der Oberen Gesetze
War’n nie hier eine Macht

Viel Blut wurd einst geschrieben
In den tiefen, weißen Schnee
Viele Tränen sind vergossen
Zu einem tiefen dunklen See

Von den Türken gefürchtet
Der Freiheitskämpfer Todesmut
Niemals in Gefangenschaft
Ihr Siegeswille wie rote Glut

Sie tanzten ums Feuer
Aßen Käse, tranken Wein
Sie wuschen ihre Messer
nachts im Mondenschein

Ihre Frauen machten Honig
und das Öl pressten Sie
Ihre Kinder spielten fröhlich
und hüteten das Vieh

Im Land der Sfakioten
ist man heut noch ein Fremder
Doch ist man dort auch Gast
aus allen Herren Länder

Wenn du Freund geworden bist
Wenn ihr Bett dich einmal sah
Dann ist dieses Kreters Leben
Heut und immer für dich da

© Petros